Entsendung von Mitarbeitern von und nach Deutschland

Entsendung von Mitarbeitern von und nach Deutschland

Entsendung von Mitarbeitern frühzeitig planen, um Doppelbesteuerung zu vermeiden

Die Entsendung von Mitarbeitern von Deutschland in das Ausland sollte sehr frühzeitig geplant werden. Es gilt, die Konsequenzen der Entsendung im Steuer- und Sozialversicherungsrecht im Heimatland und im Staat, in den entsendet werden soll, zu prüfen. Ggf. müssen Anträge gestellt werden wie das Formular A1 – oder Arbeitgeber müssen sich nach dem AÜG (Arbeitsüberlassungsgesetz) registrieren lassen. Um Doppelbesteuerung zu vermeiden, ist vorab zu prüfen, welches Besteuerungsrecht das Land hat oder ob es zu einer tatsächlichen Doppelbesteuerung kommt. Für die höhere Belastung wird der Mitarbeiter in der Regel zu entschädigen sein. Daher gilt es Vorausberechnungen durchzuführen.

Steuerliche Abmeldung im Heimatland? Kann sinnvoll sein – muss geprüft werden

Ist geplant, dass Mitarbeiter dauerhaft versetzt werden sollen, ist zu prüfen, ob eine (steuerliche) Abmeldung im Heimatland sinnvoll ist. Verträge sind auf steuerliche Konsequenzen hin zu untersuchen. Der entsendete Mitarbeiter muss ggf. eine Einkommensteuerveranlagung im anderen Land durchführen oder sich dort registrieren lassen und benötigt einen kompetenten Ansprechpartner, der die gleiche Sprache spricht und mit dem Steuerberater im Heimatland korrespondiert. In diesen und ähnlichen Fällen können wir gerne für Unternehmen, die entsenden wollen oder für entsendete Mitarbeiter tätig werden und geeignete Experten im Ausland vorschlagen oder alle Fragen direkt mit diesen für Sie klären.

Entsendung von ausländischen Mitarbeitern nach Deutschland

Bei der Entsendung von Mitarbeitern aus dem Ausland nach Deutschland wird oft nicht beachtet, dass diese Mitarbeiter vor Beginn der Aufnahme der Tätigkeit eine deutsche Steuer-ID-Nummer benötigen. Um für diese Mitarbeiter eine Lohnabrechnung mit dem für sie günstigsten Lohnsteuerabzug vornehmen zu können, werden neben dieser Steuer-ID-Nummer auch die Abzugsmerkmale für die Lohnsteuer (früher Steuerklasse – heute ELStAM) benötigt.

Liegen diese Angaben nicht vor, muss der Arbeitnehmer nach der ungünstigsten Steuerklasse abgerechnet werden, was zu einer Steuerbelastung von etwa 50% führt. Dem Mitarbeiter fehlt es dann häufig an Liquidität und er wird sich bei seinem Arbeitgeber beschweren. Werden die Steuernummer bzw. die Abzugsmerkmale nachträglich zur Verfügung gestellt, ist eine Korrektur der Gehaltsabrechnungen nicht mehr möglich und die zuviel bezahlte Lohnsteuer kann nur im Rahmen einer Einkommensteuerveranlagung im Folgejahr vom Arbeitnehmer zurückgeholt werden.

Ferner ist zu beachten, dass bei Entsendung aus Drittländern (nicht EU oder EWR-Länder) rechtzeitig vorher eine Arbeitserlaubnis und ein Visum beantragt wird. Wird die Beschäftigung trotz fehlender Arbeitserlaubnis aufgenommen, handelt es sich um Schwarzarbeit und sowohl Arbeitnehmer wie auch der Arbeitgeber können strafrechtlich belangt werden. Eine Abschiebung des Arbeitnehmers kann die Folge sein.

Sofern die Tätigkeit in Deutschland 5 Jahre nicht übersteigt und Beiträge in die deutsche Rentenversicherung eingezahlt werden, besteht für den Ausländer kein Anspruch auf Leistungen aus der Rentenkasse (Altersrente). Eingezahlte Beiträge können dann mit einem Antrag zurückgefordert werden. Das sollte nicht vergessen werden.

Besteht zwischen Deutschland und dem Ausland ein Sozialversicherungsabkommen, kann der ausländische Mitarbeiter durch Vorlage einer A1-Bescheinigung des Sozialversicherungsträgers seines Heimatlandes von der deutschen Sozialversicherungspflicht befreit werden. Der Arbeitnehmer sollte in diesem Falle aber prüfen, ob der Krankenversicherungsschutz seines Heimatstaates auch die Krankheitskosten in Deutschland übernimmt. Falls nicht, müsste eine entsprechende Zusatzkrankenversicherung für Deutschland abgeschlossen werden.

Entsendung von Mitarbeitern – so findet sich jeder überall zurecht.
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