Neue Heubeck-Sterbetafeln erhöhen Pensionsrückstellungen

Am 20.07.2018 wurden neue Sterbetafeln „RT 2018 G“ für die Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen veröffentlicht, die die Tafeln aus dem Jahr 2005 ablösen. Die Heubeck-Richttafeln gelten als allgemein anerkannte biometrische Rechnungsgrundlagen zur bilanziellen Bewertung von Pensionsverpflichtungen in Deutschland.

Es ist damit zu rechnen, dass noch in 2018 ein BMF-Schreiben folgt, in dem die Anwendung vorgeschrieben wird. Da die Lebenserwartung nicht mehr so schnell gestiegen ist wie in früheren Jahrzehnten, müssen Unternehmen diesmal nur mit einem leichten Anstieg ihrer Pensionsrückstellungen rechnen. In der Steuerbilanz wird dann je nach Zusammensetzung des Bestands eine Zuführung zur Pensionsrückstellung zwischen 0,8 und 1,5 Prozent erforderlich werden. Nach handelsrechtlichen und internationalen Grundsätzen der Rechnungslegung wird die Zuführung mit 1,5 bis 2,5 Prozent höher liegen. Die individuelle Auswirkung hängt auch vom Rechnungszins, der Gehaltsdynamik und Annahmen zur Fluktuation ab.

Für Versorgungsberechtigte mit relativ hohem Einkommen wurde erstmals statistisch auch eine längere Lebenserwartung nachgewiesen. Neu ist eine Heubeck-Unisex-Berechnung, die für Versorgungsausgleich und Portabilität herangezogen werden kann.