Selbstanzeige: Welche Änderungen sind 2015 in Kraft getreten?

  • Nacherklärungen für alle unverjährten Steuerstraftaten einer Steuerart für mindestens 10 Jahre (vorher 5 Jahre)
  • Neue Sperrgründe (d.h. Selbstanzeige nicht zulässig): Umsatzsteuer- oder Lohnsteuer-Nachschau, Steuerverkürzung von mehr als 25.000 € je Tat, besonders schwerer Fall der Steuerhinterziehung
  • Voraussetzung für die Strafbefreiung ist nicht nur die fristgerechte Steuerzahlung, sondern jetzt auch die fristgerechte Zahlung derHinterziehungszinsen
  • Eine Teil-Selbstanzeige ist wirksam bei Umsatzsteuer- und Lohnsteueranmeldungen
  • Es wird ein Zuschlag von 10-20% auf die verkürzte Steuer erhoben, wenn die Steuer 25.000 € je Tat übersteigt
  • Bei Hinterziehung von Kapitalerträgen aus Drittstaaten beträgt die Anlaufhemmung bis zu 10 Jahre (also kann das Finanzamt Steuererklärungen bis zu 20 Jahre zurück verlangen).

Zudem haben sich alle EU Länder zur Umsetzung einer neuen EU-Zinsrichtlinie in nationales Recht zum 01.01.2016 verpflichtet. Es gibt inzwischen einen EU-weiten, automatisierten Informationsaustausch, damit der Fiskus am Wohnsitz des Kontoinhabers die Zinszahlung besteuern kann.

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