Wir haben Zuwachs bekommen

Wir freuen uns sehr, dass unser Team Zuwachs bekommen hat und wir zum 1.8.2020 zwei neue Mitarbeiter begrüßen konnten, die wir herzlich willkommen heißen.

Zum einen freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit Frau Veltin. Nach dem BWL-Bachelorstudium in den USA studierte sie an der Frankfurt School of Finance and Management und schloss als Master of International Taxation and Management ab. Anschließend war sie viele Jahre bei mehreren Big4 Firmen mit Schwerpunkt US Steuerrecht sowie Immobilienprodukten tätig. Sie ist vom US-Finanzministerium als Enrolled Agent (in den USA staatlich zugelassener Steuerberater) zugelassen. Sie spricht Deutsch, Englisch und Russisch und wird bei uns in den Bereichen Rechnungswesen & Steuern incl. IFRS tätig.

Zum anderen freuen wir uns, dass Herr Celik zu uns gestoßen ist. Nach dem Abitur am Wirtschaftsgymnasium hat er eine Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung abgeschlossener. Daher kann er unsere Mandanten auch im Bereich Zollabfertigung unterstützen. Anschließend konnte er erste Erfahrungen in der Steuerberatung sammeln. Er spricht Deutsch, Englisch und Türkisch und wird uns in den Bereichen Rechnungswesen & Steuern unterstützen.

Wir wünschen beiden einen guten Start und schnelle Eingewöhnung.

130 Mrd. € Konjunkturpaket beschlossen zur Bekämpfung der coronabedingten Rezession.

Folgende Hilfsprogramme wurden am 3. Juni 2020 beschlossen:

  • Vom 1. 7. bis 31. 12.2020 wird der Mehrwertsteuersatz von 19% auf 16% und der ermäßigte Satz von 7% auf 5% gesenkt.
  • Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen bekommen einen Kinderbonus von einmalig 300 Euro pro Kind, der mit dem Kindergeld in drei Raten ausgezahlt werden soll.
  • Zur Senkung der Stromkosten wird die EEG-Umlage im Jahr 2021 auf 6,5 Cent pro Kilowattstunde und im Jahr 2022 auf 6 Cent pro Kilowattstunde abgesenkt.
  • Im Rahmen einer „Sozialgarantie 2021“ sollen die Sozialversicherungsbeiträge bei maximal 40 Prozent stabilisiert werden.
  • Autofahrer und die Autobranche profitieren von der bestehenden „Umweltprämie“, die bis Ende 2021 für E-Fahrzeuge mit einem Nettolistenpreis von bis zu 40.000 € von 3.000 € auf 6.000 € steigen soll
  • Betriebe besonders belasteter Branchen wie das Hotel- und Gaststättengewerbe, Clubs und Bars, Reisebüros, Schausteller, Profisportvereine der unteren Ligen bekommen eine zusätzliche Unterstützung im Umfang von maximal 25 Mrd. €. Erstattet werden sollen fixe Betriebskosten bis zu einem Betrag von 150.000 € für die drei Monate Juni bis August 2020.
  • 50 Mrd. € werden für stärkere Investitionen in Zukunftstechnologien bereitgestellt. Hiervon betroffen sind die steuerliche Forschungszulage, künstliche Intelligenz, der Ausbau des Mobilfunkstandards 5G sowie moderne Wasserstofftechnik.
  • Der steuerliche Verlustrücktrag wird für die Jahre 2020 und 2021 auf maximal 5 Mio. € bzw. 10 Mio. € (bei Zusammenveranlagung) erweitert. Dieser Rücktrag soll z.B. über die Bildung einer steuerlichen Corona-Rücklage unmittelbar schon in der Steuererklärung 2019 nutzbar gemacht werden
  • Als steuerlicher Investitionsanreiz wird eine degressive Abschreibung für Abnutzung (AfA) mit dem Faktor 2,5 und maximal 25% pro Jahr für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in den Steuerjahren 2020 und 2021 eingeführt.
  • KMU, die ihr Ausbildungsplatzangebot 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringern, erhalten für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie in Höhe von 2.000 €, die nach Ende der Probezeit ausgezahlt wird. Solche Unternehmen, die das Angebot sogar erhöhen, erhalten für die zusätzlichen Ausbildungsverträge 3.000€

Weitere Informationen finden Sie hier.

Umsetzung der EU-Richtlinie DAC 6 in Deutschland als Frühwarnsystem zur Erkennung von Steuervermeidung

In Anlehnung an die EU-Richtlinie DAC 6 wurden in § 138d ff. der deutschen Abgabenordnung, die ab dem 1. Juli 2020 in Kraft tritt, Regeln zur Meldung grenzüberschreitender Gestaltungen in deutsches Recht umgesetzt. Da die Nichteinhaltung mit Mehrfachstrafen von bis zu 25.000 Euro geahndet werden kann, ist es ratsam, sich über die Grundregeln zu informieren und ggf. bei uns nachzufragen.

Nach dieser Richtlinie ist jede Person, die eine meldepflichtige grenzüberschreitende Vereinbarung konzipiert, vermarktet, organisiert oder für die Umsetzung zur Verfügung stellt oder die Umsetzung verwaltet, ein Intermediär. Ein Intermediär kann entweder eine Einzelperson oder ein Unternehmen sein (d.h. Steuerberater, Berater, Rechtsanwälte, Banken usw.). In einigen Situationen verlagert sich jedoch die Verpflichtung zur Meldung der Vereinbarung auf den relevanten Steuerzahler, z.B. wenn ein Vermittler ein Nicht-EU-Vermittler ist, wenn kein Vermittler beteiligt ist oder wenn der Steuerzahler darüber informiert wird, dass ein Vermittler aufgrund des anwaltlichen Berufsgeheimnisses das Recht auf eine Verzichtserklärung hat. Letzteres gilt für Benefitax als deutsche Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Steuerpflichtig in diesem Sinne kann jede Privatperson, Körperschaft oder Personengesellschaft sein,

a) für die eine Vereinbarung ausgearbeitet wurde,
b) wer bereit ist, die Vereinbarung umzusetzen oder
c) wer den ersten Schritt zur Umsetzung der Vereinbarung unternommen hat.

Die Frist zur Berichterstattung beträgt 30 Tage, nachdem eine dieser drei Bedingungen eingetreten ist. Darüber hinaus muss die Vereinbarung in der jährlichen Steuererklärung des Jahres gemeldet werden, in der sie eine steuerliche Wirkung hat.

Eine Vereinbarung ist meldepflichtig, wenn sie mindestens eines der Gütesiegel erfüllt. Für die Kategorien a, b und bestimmte Elemente der Kategorie c ist eine Vereinbarung nur dann meldepflichtig, wenn sie auch durch den so genannten „Main Benefit“-Test erfasst wird. Dieser Test bedeutet, dass eines der Hauptziele der Vereinbarung darin besteht, einen Steuervorteil zu erlangen. Es ist möglich, nachzuweisen, dass andere Gründe der Hauptzweck waren.

Die neuen Regeln werden ab dem 1. Juli 2020 auf alle meldepflichtigen Regelungen angewendet, die nach dem 30. Juni 2020 eintreten. Sie werden jedoch rückwirkend auf alle meldepflichtigen Vereinbarungen angewendet, bei denen der erste Schritt nach dem 24. Juni 2018 erfolgt ist, die Umsetzung jedoch vor dem 1. Juli 2020 erfolgte. Daher ist es ratsam, jetzt mit der Überprüfung und Dokumentation zu beginnen, um sich vorzubereiten.