Umsatzsteuer – komplexe Materie. Vermeiden Sie teure Fehler.

In kaum einer Steuerart ändern sich die Vorschriften so häufig wie in der Umsatzsteuer. Die Regeln in den einzelnen EU Ländern sind weitgehend harmonisiert, weichen im Detail jedoch voneinander ab. Für den Steuerpflichtigen ist es sehr schwer, hier alles richtig zu machen. Insbesondere weil er sich nicht bewusst ist, dass es überhaupt Regeln gibt und wie diese ausgestaltet sind. Fehler wiegen oft schwer, weil sie z.B. nicht korrigierbar sind, nachträgliche Rechnungskorrekturen zeitaufwändig sind und keine Freude bei Ihren Kunden auslösen und es schnell teuer wird.

Aus dem Leben gegriffen: die 11 häufigsten Fehler bei der Umsatzsteuer

Die folgenden Fehler sind unseren Mandanten schon passiert. In den meisten Fällen konnten wir noch helfen, aber manchmal war das Kind schon in den Brunnen gefallen:

  • grundsätzliche Unkenntnis, ob Umsatzsteuer anfällt auf Ausgangsrechnungen
  • keine Unterscheidung bei der Rechnungsstellung ins Ausland zwischen Privatkunden und Unternehmern
  • formelle Fehler, Teile der notwendigen Rechnungsangeben fehlen
  • die Umsatzsteuer-ID-Nummer des Kunden wird nicht überprüft
  • der Warenweg wird nicht beachtet (Dreiecksgeschäfte). Unternehmer müssten sich in anderen EU-Ländern registrieren lassen und wissen dies gar nicht
  • falsche umsatzsteuerliche Behandlung bei Kommissionsgeschäften
  • Einfuhrumsatzsteuer wird falsch deklariert und kann im Nachhinein nicht zurückgefordert werden – das Geld ist weg
  • Einfuhrumsatzsteuer fällt auch bei vorübergehender Lagerung an, wenn kein Zollfreilager genutzt wurde
  • Unterscheidung zwischen Lieferungen und Leistungen ist vor allem bei IT-Leistungen sehr schwierig
  • Onlineversandhandel im Internet – umsatzsteuerliche Registrierung im falschen Land
  • Verkauf über Auktion im Ausland – Umsatzsteuerpflicht nicht beachtet

Fehler in der Umsatzsteuer – was kann passieren?

Das Umsatzsteuerrecht hat sich als äußert komplizierte Materie entwickelt. Obwohl es eine Harmonisierung auf EU-Ebene gibt, weichen die Regelungen einzelner Länder doch zum Teil stark von einander ab. Fehler sind vorprogrammiert, doch Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Gerade bei der Umsatzsteuer können kleine Fehler sehr schnell sehr teuer werden. Hier ein paar wichtige Hinweise:

Auch wenn fälschlicherweise keine Umsatzsteuer auf den Ausgangsrechnungen ausgewiesen worden ist, muss diese dennoch an das Finanzamt abgeführt werden. Sobald der Fehler entdeckt wird, muss die Umsatzsteuer abgeführt werden. Wird dies versäumt und gibt er wissentlich falsche Umsatzsteuervoranmeldungen ab, ist dies Steuerhinterziehung durch den Geschäftsführer.

Im umgekehrten Fall, wenn auf den Rechnungen zu Unrecht Umsatzsteuer ausgwiesen wird, muss diese trotzdem an das Finanzamt gezahlt werden.

Je nach Rechnungsadressat (Privat- oder Firmenkunde) und geografischer Herkunft des Kunden sind auf der Rechnung bestimmte Formvorschriften einzuhalten. Werden diese missachtet, kann eine eigentlich umsatzsteuerfreie Lieferung plötzlich umsatzsteuerpflichtig werden. Dies gilt auch für Dokumentationspflichten bei Lieferungen in das Ausland. Der Transport zum Kunden muss dokumentiert werden, z.B. durch einen Frachtbrief oder eine Gelangensbestätigung. Liegt diese nicht vor, ist die Lieferung trotz korrekter Rechnung umsatzsteuerpflichtig.

Das Finanzamt kann zusätzlich zur fälligen Umsatzsteuer noch Sanktionen gegen den Unternehmer erlassen. Es können Säumnis- und Verspätungszuschläge für verspätete Voranmeldungen, Erklärungen und Zahlungen erlassen werden. Die Verspätungszuschläge dürfen bis zu 10% der fälligen Umsatzsteuer betragen und werden nach unserer Erfahrung auch so hoch festgesetzt.

Das Finanzamt kann bei Fehlern bis zu vier Jahre zurückgehen, bei Steuerhinterziehung sogar zehn Jahre und nachträglich die Umsatzsteuer festsetzen.

Wie oben erwähnt sollte man daher dieses Feld den Spezialisten überlassen. Wir helfen Ihnen gerne.

Umsatzsteuer: typische Fehler – und wie wir als Steuerberater helfen konnten

Wenn Sie wissen wollen, was bei unseren Mandanten im Bereich Umsatzsteuer schon passiert ist bevor wir den Auftrag übernommen haben oder weil die Mandanten uns nicht zuvor um Rat gefragt haben, finden Sie einige interessante Fälle unter den Referenzen.

Daher: Fragen Sie uns, bevor Sie handeln!

Lohnbuchhaltung vom Steuerberater

Umsatzsteuer – komplexe Materie. Vermeiden Sie teure Fehler.

So unterstützen wir Sie bei der Umsatzsteuer

Das können wir für Sie tun:

  • Wenn es Probleme mit der Umsatzsteuer geben sollte, versuchen wir zu retten, was zu retten ist: Wir setzen uns mit dem Finanzamt auseinander
  • Wenn nötig, klagen wir für Sie vor dem Finanzgericht
  • Um künftige Fehler zu vermeiden: Wir klären mit Ihnen vor Rechnungsschreibung, wie Ihre Ausgangsrechnung aussehen soll, damit Sie keine Probleme mit den Finanzbehörden bekommen
  • Auf Wunsch erstellen wir für Ihre Mitarbeiter in der Faktura ein Umsatzsteuergutachten. Aus der dort enthaltenen übersichtlichen Matrix geht eindeutig hervor, wie die Rechnungen auszusehen haben
  • Wir checken Ihre Eingangsrechnungen und weisen Sie darauf hin, wenn diese Formfehler enthalten. Sofern Sie noch nicht gezahlt haben, ist es leicht, eine korrigierte Rechnung zu verlangen
  • Unsere Buchhalter erkennen schon beim Verbuchen der Belege, wenn es umsatzsteuerliche Probleme geben könnte
  • Wir besprechen zu Beginn, wo Sie sich umsatzsteuerlich registrieren müssen und kümmern uns auf Wunsch um die Koordination mit Umsatzsteuerexperten in den betreffenden Ländern
  • Wir klären alle Rückfragen des Finanzamtes und sind erster Ansprechpartner bei Betriebsprüfungen
  • Wir übernehmen die umsatzsteuerliche Registrierung bei Unternehmern aus dem Ausland in Deutschland – hier gibt es kein Standardverfahren, da jedes Finanzamt ein eigenes Prozedere hat.

Umsatzsteuer – wir beraten Sie.
Rufen Sie uns an: 069-25622760
Schreiben Sie uns: info@benefitax.de