Erstellung von qualifizierten Jahresabschlüssen nach Handels- und Steuerrecht

Der Jahresabschluss nach Handels- und Steuerrecht zählt zu den komplexeren Aufgaben in der Steuerberatung. Wir sind seit der Firmengründung im Jahr 2006 auf Jahresabschlüsse spezialisiert.

Jahresabschluss bei der Benefitax GmbH

Jahresabschluss bei der Benefitax GmbH

Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht – wir unterstützen Sie

Alle Kaufleute müssen Jahresabschlüsse nach Handelsrecht aufstellen. Diese bestehen mindestens aus einer Bilanz und einer Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). GmbH & Co KG’s und Kapitalgesellschaften wie GmbH’s müssen zudem einen Anhang aufstellen und weitere Vorschriften beachten, es sei denn, sie fallen unter die Erleichterungen für Kleinstkapitalgesellschaften. Ab einer bestimmten Größenordnung muss zudem ein Lagebericht aufgestellt werden und der Jahresabschluss von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer geprüft werden.

Jahresabschlüsse als Entscheidungsgrundlagen

Jahresabschlüsse sind wichtige Entscheidungsgrundlagen zum Beispiel dann, wenn Investoren oder Käufer für ein Unternehmen gesucht werden oder wenn Banken Kredite vergeben. Außerdem informieren sie die Anteilseigner über den geschäftlichen Erfolg des Unternehmens.

Durch abweichende Vorschriften im Handels- und Steuerecht muss in vielen Fällen eine davon abweichende Steuerbilanz aufgestellt werden.

Erstellung von Handelsbilanzen

Der Jahresabschluss wird aus der Buchhaltung abgeleitet. Ist die Buchhaltung unvollständig oder fehlerhaft führt dies zu falschen Jahresabschlüssen und zu Ärger mit dem Finanzamt soweit der Umsatz nicht mit den abgegebenen Umsatzsteuervoranmeldungen übereinstimmt. Dies zieht häufig Rückfragen des Finanzamtes oder Umsatzsteuer-Sonderprüfungen nach sich. Sollten wir Fehler in der Buchhaltung feststellen, werden wir diese im Jahresabschluss korrigieren. Ist die Buchhaltung von uns erstellt worden, ist der Aufwand für den Jahresabschluss geringer.

Was bei der Erstellung eines Jahresabschlusses erforderlich ist

Diese Arbeiten nehmen wir vor:

  • Abstimmung der Eröffnungsbilanz mit der Schlussbilanz des Vorjahres
  • Kritische Durchsicht der Finanzbuchhaltung
  • Abgrenzung der Umsatzerlöse und Kosten in das jeweils richtige Geschäftsjahr
  • Abschreibungen von Anlagevermögen
  • Falls erforderlich, Wertberichtigung von Forderungen
  • Ggf. Teilnahme an der Inventur
  • Unterstützung bei der Bewertung des Vorratsvermögens
  • Rückstellungen ermitteln
  • Steuerberechnung durchführen.

Als Wirtschaftsprüfer erstellen wir Ihnen einen Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses, den Sie z.B. bei Ihrer Bank, anderen Gesellschaftern oder dem Finanzamt vorlegen können. Banken legen besonders viel Wert darauf, dass der Jahresabschluss von einem Wirtschaftsprüfer erstellt wurde, da die Qualität häufig höher eingeschätzt wird.

Handelsbilanzen für Entscheidungen und Gewinnausschüttungen

Handelsbilanzen sind einerseits gesetzlich vorgeschrieben, erfüllen aber auch gute Funktionen für Unternehmen und deren Partner: Zum einen zeigen sie Kapitalgebern, wie ein Unternehmen dasteht und wie es sich entwickelt hat. Zum anderen ist die Handelsbilanz natürlich für die Unternehmensleitung selbst eine wichtige Aussage über die Situation des Unternehmens. Auf Basis der Handelsbilanz lassen sich qualifizierte Entscheidungen treffen z.B. hinsichtlich Investitionen und Aktivitäten bei Marketing und Expansion. Und nicht zuletzt errechnet sich aus der Handelsbilanz die mögliche Gewinnausschüttung für die Gesellschafter.

Erstellung von Steuerbilanzen

Die in die Steuererklärung einzutragenden Zahlen werden entweder aus der Handelsbilanz oder einer separaten Steuerbilanz abgeleitet. Die Steuerbilanz wird allein nach den Regeln des Steuerrechts erstellt und hat die Aufgabe, die Basis für die Ermittlung der Ertragsteuern zu ermitteln. Diese nennt man auch Bemessungsgrundlage.

Die wesentlichen Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanzen gibt es bei folgenden Posten:

  • Abschreibungen
  • Geschäfts- oder Firmenwert
  • Bewertungsvereinfachungsverfahren der Vorräte
  • Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen bei der Rückstellungsberechnung
  • Pensionsrückstellungen
  • Drohverlustrückstellungen
  • Immaterielle Vermögensgegenstände im Anlagevermögen.

Zu viele Informationen auf einmal? Als Steuerberater wissen wir, wie schnell sich thematisch Außenstehende in den Begriffen nicht mehr zurechtfinden. Brauchen sie auch nicht. Wir erstellen Steuerbilanzen im Rahmen qualifizierter Jahresabschlüsse für unsere Mandanten.

Einnahmen-Überschussrechnungen

Sofern Sie nicht verpflichtet sind, einen Jahresabschluss aufzustellen, reicht es, den Gewinn als Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben zu ermitteln. Diese werden dann in einer sog. Einnahmen-Überschussrechnung zusammengestellt und zusammen mit den entsprechenden Steuerformularen einmal pro Jahr an das Finanzamt gesendet.  Da die Einnahmen-Überschussrechnung in § 4 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes geregelt ist wird sie auch „4/3-Rechnung“ genannt.

Eine der gesetzlichen Grundlagen ist § 141 AO, in dem Größenkriterien genannt sind. Nur, wenn Sie als gewerblicher Unternehmer darunter bleiben, können Sie das Wahlrecht ausüben und statt eines Jahresabschlusses nur eine Einnahmen-Überschussrechnung aufstellen. Für Freiberufler gilt die Befreiungsmöglichkeit unabhängig von deren Größe.

Die Einnahmen-Überschussrechnung  weicht insbesondere dadurch vom Jahresabschluss ab, dass sie zahlungsorientiert ist. So können Sie durch das Hinauszögern oder Vorziehen von Zahlungen den Gewinn in einem Jahr legal beeinflussen. Ausgangsrechnungen sind erst dann als Einnahme zu erfassen, wenn sie bezahlt sind. Eingangsrechnungen sind nur dann als Ausgabe zu erfassen, wenn Sie diese bezahlt haben. Einzige Ausnahme bilden daher regelmäßige wiederkehrende Zahlungen wie Mieten, die auch dann dem alten Jahr zugerechnet werden, wenn sie binnen der ersten 10 Tage des neuen Jahres gezahlt wurden.

Wir erstellen gerne die Einnahmen-Überschussrechnung für Sie und füllen die entsprechenden Steuerformulare aus, die an das Finanzamt gesendet werden müssen.

Offenlegung – Fristen einhalten, sonst drohen hohe Bußgelder

Je nach Größe und Rechtsform sind bestimmte Finanzdaten wie Bilanzen, Anhang etc. im Bundesanzeiger offenzulegen oder zu hinterlegen. Unter www.unternehmensgegister.de kann sich jeder über die im elektronischen Unternehmensregister offengelegten Daten informieren.

Sofern die Offenlegung nicht innerhalb von 12 Monaten nach Ende des Geschäftsjahres erfolgt, werden nach einer kurzen Mahnfrist empfindliche Bußgelder festgesetzt. Diese bewegen sich in der Regel zwischen 2.500 € und 25.000 € und können mehrfach festgesetzt werden, bis die Offenlegung erfolgt ist. Zuständig hierfür ist das Bundesamt für Justiz.

Soweit Sie uns eine Freigabeerklärung unterzeichnet haben, übermitteln wir fristgerecht alle erforderlichen Finanzdaten elektronisch an die zuständige Behörde. Sie müssen sich um nichts mehr kümmern.

Qualifizierte Jahresabschlüsse nach Handels- und Steuerrecht.
Eines unserer Kernthemen.
Rufen Sie uns an: 069-25622760